„Den Laser denken“ – Ausbildungsbedarf in der Lasertechnik

Quelle: ZELTWANGER

Am 18. Mai 2022 nutzten Vertreter von Industrie und Hochschulen das Treffen der AG Aus- und Weiterbildung zur Diskussion von Bedarfen der Industrie in der Hochschulausbildung im Bereich Photonik, speziell in der Lasertechnik.

Prof. Dr. Anne Harth möchte im Zuge der Neuausrichtung des Photonik-Studiums an der Hochschule Aalen die Studierenden auch auf Lasersysteme vorbereiten, die derzeit (noch) nicht für den 24/7-Einsatz vorgesehen sind.  

Dr. Brockmann von Zeltwanger begrüßte dieses Vorhaben und kam in seinem Impulsvortrag zu dem Schluss: Neben Wissen um die Vielzahl von Laser-Arten und -Systemen, der Vielfalt an möglichen Bearbeitungsverfahren und den umfassenden Anwendungsbereich der Lasertechnik wird von den Absolventinnen und Absolventen erwartet, Lasertechnik anwenden zu können und Bauteile lasergerecht konstruieren zu können.

Weitere Anregungen aus der Industrie betrafen Qualitätssicherungsmethoden, Grundlagen CNC- und Roboterprogrammierung sowie das Denken in Prozessketten und Serientauglichkeit. Auch die frühzeitige Sensibilisierung für Aspekte der IP-Sicherung wird gewünscht.

Ergänzend wurde die Lücke in der beruflichen Ausbildung thematisiert, hier wäre das Etablieren einer Zusatzqualifikation für Produktionstechnologen möglich, sofern ausreichend konkreter Bedarf besteht.

Die Thematik der sinkenden Studienanfängerzahlen in den Photonik-Studiengängen wird beim nächsten Treffen weiter vertieft.

Die Arbeitsgemeinschaft Aus- und Weiterbildung wird gemeinsam von Photonics BW und bayern photonics organisiert.